Beschluss auf der Landesdelegiertenkonferenz 2024 in Lindau
Für die flächendeckende Förderung der Integration von Migrant*innen in Bayern setzen wir uns mit unseren Mandatsträger*innen in den Landkreisen und Kommunen dafür ein, Integrationskonzepte für die Landkreise, kreisfreien Städte und Gemeinden zu erstellen, wo dies bisher noch nicht geschehen ist.
Zur Umsetzung solcher Konzepte fordern wir vom Freistaat Bayern die Förderung des Aufbaus Kommunaler Integrationszentren in Kreisen und kreisfreien Städten, die über ein Integrationskonzept verfügen.
Damit sollen im Einvernehmen mit den Gemeinden
- Angebote im Elementarbereich, in der Schule und beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt werden, um die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verbessern.
- die auf die Teilhabe und das Zusammenleben in Vielfalt bezogenen Aktivitäten und Angebote der kommunalen Ämter und Einrichtungen sowie der freien Träger vor Ort koordiniert werden.
Die Kommunalen Integrationszentren sollen ergänzende Programme zur Qualifizierung der Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen, in Schulen und in sonstigen Bildungseinrichtungen hinsichtlich einer Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie einer Zusammenarbeit mit den zugewanderten Eltern anbieten.
Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass die Kommunen die Aufgaben der Aufnahme und Betreuung neu eingewanderter Personen künftig als Pflichtaufgaben wahrnehmen und sie dazu vom Land mit entsprechenden Mittelzuweisungen in die Lage versetzt werden. Bei diesen Bemühungen suchen wir verstärkt die Zusammenarbeit und das Bündnis mit zivilgesellschaftlichen Organisationen – namentlich u.a. den Sozialverbänden Caritas, Diakonie und Arbeiterwohlfahrt, Flüchtlingsräten, ehrenamtlichen Asylhelfer*innen und ihren Organisationen in Bayern – die sich bereits seit Jahren im Bereich der Integration und Unterstützung Geflüchteter engagieren.



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