Wohnungspolitik

Von Wien Wohnen lernen

Bayerisch-Wienerisches Grünen-Treffen

Bezahlbares Wohnen muss in Bayern konsequent gefördert werden. Das fordern die Landesvorsitzenden der Bayerischen Grünen. Beim Treffen mit den Wiener Grünen am Dienstag tauschten sie sich über politische Maßnahmen für leistbaren und nachhaltigen Wohnraum aus.

„Wir dürfen Wohnraum nicht den Kräften des Marktes überlassen. Gerade in Bayerns Städten explodieren Mieten und Bodenpreise. Wir brauchen wirksame politische Maßnahmen, um dem entgegenzusteuern. Genossenschaften und alternative Wohnformen müssen viel stärker unterstützt werden. Grundstücksspekulationen müssen durch eine zukunftsfähige Bodenpolitik beendet werden. Außerdem muss Wohnraumförderung stärker am Gemeinwohl orientiert sein“, so die bayerische Landesvorsitzende Sigi Hagl.

„Ein zentrales politisches Instrument für die Regulierung in Städten ist sozialer Wohnungsbau nach Wiener Vorbild. Der Kurs der Staatsregierung geht aber genau in die falsche Richtung. In den letzten 30 Jahren gingen in Bayern mehr als zwei Drittel der Sozialwohnungen verloren. Es muss jetzt enorm viel dafür getan werden, damit Wohnen kein Luxus ist. Wir fordern, dass in den nächsten fünf Jahren 50 000 Wohnungen mit Sozialbindung gebaut werden“, sagt der bayerische Landesvorsitzende Eike Hallitzky.

„Bezahlbares Wohnen braucht politisches Eingreifen. Auch in Wien gilt Grund und Boden als beliebte Anlage für Spekulationen. Ebenso wie in bayerischen Großstädten führte dies zu explodierenden Mieten und Bodenpreisen. Seit Ende 2018 aber sorgt die neue Wiener Bauordnung nachhaltig für leistbaren Wohnraum. Dadurch sind zwei Drittel der neuen Wohnflächen ‚geförderter Wohnbau‘ und die Bodenpreise gedeckelt“, so Peter Kraus, Landtagsabgeordneter der Wiener Grünen.

v.l. Christoph Humitsch, Sigi Hagl, Peter Kraus, Eike Hallitzky, Jutta Reichenpfader

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