(Mikro-)Plastik ist Müll

Mikroplastik ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Mikroskopisch kleine Plastikkügelchen finden sich an vielen Stellen im täglichen Leben. Sie werden z.B. Peelingcremes beigemischt und landen nach dem Gebrauch im Abwasser. Bestehende Kläranlagen können das Mikroplastik nicht aussieben, so gelangt es in Flüsse, Seen und Meere. In der Donau gibt es stellenweise mehr Plastikteilchen als Fischlarven, die Ozeane vermüllen immer mehr. Und über den Klärschlamm landen die winzigen Plastikteilchen sogar direkt auf unseren Äckern.

Wir GRÜNE fordern:

  • Kein Mikroplastik in Kosmetika und Reinigungsmitteln – zunächst im Dialog mit der Wirtschaft, notfalls durch ein Verbot.
  • Geregelte Entsorgung von ungebundenen Mikroplastikpartikeln. Die Forschung zur Abwassertechnik muss verstärkt und ein Förderprogramm für Membran- oder Sandfilter in Kläranlagen aufgelegt werden.
  • Verbot der risikoreichen Plastikchemikalie Bisphenol A
  • Weiterentwicklung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und ein Wertstoffgesetz, damit Vermeidung und Wiederverwendung tatsächlich durchgesetzt werden.

 

Weniger Müll – Initiativen stärken und selber handeln

Meere, Wälder oder Innenstädte sollen frei sein von Plastiktüten, Flaschen oder Pappkartons. Wir wollen Verpackungsmüll reduzieren. Verpackungsfrei und ohne Plastiktüte einkaufen, „Coffee to go again“, Wiederbefüllen von Wasserflaschen, Alltag ohne Plastik oder Tauschen, Teilen und Wiederverwenden – die Ideen sind schier endlos, und eine Vielzahl von Initiativen bewirken Bemerkenswertes. Weniger Verpackung benutzen bedeutet auch weniger Verpackung herstellen, also weniger Energie- und Rohstoffverbrauch. Das ist ganz konkreter Umweltschutz. Da sind wir selbstverständlich mit dabei und unterstützen diese Initiativen: mit Marketingkampagnen, mit Fördermitteln oder mit unserem eigenen Tun. Wir wollen dafür sorgen, dass auf Wertstoffhöfen Interessent*innen Wiederverwendbares zur Verfügung gestellt bekommen.

Mehr dazu im Statement zum Weltwassertag 2019 unseres Landesvorsitzenden Eike Hallitzky.

Gruene_Umweltschutz_Naturschutz_Plastik_im_Meer