Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt. Du willst auch, dass alle, die nach dir kommen, einen lebenswerten Planeten haben? Dann fang heute damit an, das Klima zu retten! Mit diesen Tipps:
1. Wenn schon Fleisch, dann artgerecht
In Bayern, Deutschland und allen anderen wohlhabenden Ländern wird immer mehr Fleisch gegessen. Dabei ist Fleischkonsum eine der größten CO2-Quellen. Zudem braucht die Massentierhaltung, die für so viel Fleisch nötig ist, Unmengen an Ressourcen wie Wasser und Landwirtschaftsfläche für den Anbau von Futtermitteln. Es gibt leckere und gesunde Alternativen zum Fleisch, mit denen du nicht nur Klima und Umwelt, sondern auch deinem Körper was gutes tust. Und wenn schon Fleisch, dann wähle eines von regionalen Bio-Anbietern.
Mehr Infos zum Fleischkonsum findest du im Fleischatlas der Böll-Stiftung
2. Saisonales, regionales Essen
Erdbeeren zu Silvester, Mango zu Silvester? Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, dass wir alle Lebensmittel das ganze Jahr über kaufen können. Aber zu welchem Preis? Die Ananas für 2 Euro im Supermarkt hat tausende Kilometer und viel Energieverbrauch auf dem Buckel. Zum Glück gibt es leckere und gesunde Alternativen: Regionale und saisonale Lebensmittel. Mit deren Kauf umgehst du klimaschädliche Transportwege und unterstützt neben dem Klima auch die Hersteller vor Ort. Vielerorts beiter Bäuerinnen und Bauern saisonale und regionale „Gemüse-Abos“ mit selbst angebauten Gemüse- und Ostsorten an.
Mit dem Kauf von regionalen Produkten unterstützt Du hingegen nicht nur die Hersteller vor Ort, sondern vermeidest lange, klimaschädliche Transportwege. Eine tolle Alternative zum Einkauf im Supermarkt sind zum Beispiel „Gemüse Abos“, wie sie von vielen Bauern angeboten werden. Darin befinden sich zum Großteil regional angebaute Gemüse- und Obst-Sorten der Saison.
Mehr über die bewusst saisonal-regionale Ernährung findest du hier.
3. Faire Kleidung
Faire Kleinung ist zu teuer? Es gibt einen guten Grund, warum konventionelle Kleidung günstig angeboten werden kann: Die Herstellungsbedingungen. Schlechte Arbeitsbedingungen und unethischer Umgang mit Mensch und Natur sind an der Tagesordnung. In Bangladesh arbeiten Menschen zwölf Stunden Arbeit pro Tag bei einem Stundenlohn von 17 Cent. Deswegen kommt ein großer Teil der Kleidung dort her. Bezahlen müssen es Mensch und Natur.
Auch hier gibt es eine Alternative: Nachhaltige und faire Kleidung. Immer mehr Menschen sind bereit, den Preis selbst zu zahlen, anstatt ihn der Unwelt oder den Menschen in ärmeren Ländern zu bezahlen. Und das führt dazu, dass es immer mehr Läden mit fairer Kleinung gibt – und die sieht noch dazu ziemlich cool aus.
4. Kosmetik ohne Mikroplastik
Mikroplastik ist schädlich für Menschen, Umwelt und Tiere. In vielen Kosmetikartikeln sind diese kleinen Plastikteilchen aber noch immer vorhanden und landen nach dem Gebrauch im Abfluss und damit zum Teil auch in unserem Grundwasser. Achte beim Einkauf darauf, dass kein Mikroplastik in der Tube ist.
Mehr Infos zu Mikroplastik
5. Reduziere deinen Stromverbrauch
Eigentlich ist es ganz einfach: Weniger Stromverbrauch heißt weniger umweltschädliche Emissionen. Du kannst deinen Stromverbrauch zum Beispiel durch die Nutzung von Geräten mit guter Energieeffizienzklasse reduzieren oder über Steckerleisten nicht benutzte Geräte komplett vom Strom trennen. Vermeide, dass deine Geräte ständig auf Standby geschaltet sind – Kleinvieh macht auch Mist.
6. Heizung nicht auf Vollgas
Genau wie beim Stromverbauch gilt beim Heizen: Je weniger, desto besser fürs Klima. Schon ein Grad weniger im Wohnraum macht einen Unterschied – So wird nicht nur das Klima, sondern auch der Geldbeutel geschont.
7. Spare Verpackung
Deutschland verbraucht mit 220 Kilo pro Kopf im Jahr so viel Plastikmüll wie kein anderes EU-Land. Die Herstellung und die Entsorgung oder das Recyclen von Plastikverpackungen sind sehr aufwändig und produzieren schädliche Abfallstoffe. Du kannst etwas veränder: Kaufe Lebensmittel ohne unnötige Verpackung und verzichte auf Plastiktüten. Denk beim Einkaufengehen immer an deine Stofftasche oder deinen Einkaufskorb. Obst und Gemüse musst du im Laden nicht noch extra in Plastiktüten verpacken, sondern kannst sie einfach so mitnehmen. Auf dem lokalen Markt und auch in manchen Läden bekommst du Obst und Gemüse grundsätzlich ohne Verpackung. Außerdem eröffnen überall in Bayern immer mehr verpackungsfreie Supermärkte – es tut sich also was, wenn wir alle mitmachen.
8. Lass das Auto stehen oder teil es dir mit anderen
Autofahren ist eine der umweltschädlichsten Fortbewegungsmethoden. Die Motoren der meisten Autos stoßen enorm viel schädliches Treibhausgas aus. In den meisten Fällen gibt es gute Alternativen zum Auto. Die größte Hürde ist meist die eigene Bequemlichkeit. Also lass den inneren Schweinehund daheim und fahr am besten mit dem Rad oder mit Bus oder Bahn. Wenn du mal nicht ums Auto rumkommst, dann teile es mit anderen: nutze Carsharing oder nimm über Mitfahrbörsen andere mit.
Lies hier mehr zum Thema.
9. Vermeide Flugreisen
Egal mit welchem Transportmittel man das Flugzeug vergleicht, es ist immer die umweltschädlichste Variante. In unserer Gesellschaft ist es normal geworden, Urlaube in weiter Ferne zu verbringen. Natürlich macht das Spaß, aber irgendwann hat der Spaß ein (Ozon)-Loch. Überlege also bei der nächsten Urlaubsplanung, ob du eine klimafreundlichere Alternative findest. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Zugreise in ein anderes europäisches Land? Lässt sich eine Flugreise nicht vermeiden, kannst du beim Ticketkauf eine CO2-Kompensation bezahlen.



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