Eine saubere Energiequelle, die erst in Milliarden Jahren versiegt – nachhaltiger geht’s kaum! Ebitsch Energietechnik im oberfränkischen Zapfendorf produziert bereits seit fast 30 Jahren technische Systeme für Sonnenstrom – ein echter Pionier. Eva Lettenbauer und Katharina Schulze waren am Firmensitz zu Besuch.
Wie könnte es anders sein? Es ist ein sonniger Herbsttag, an dem Geschäftsführer und Gründer Horst Ebitsch seine Gäste auf dem Firmengelände empfängt. Solaranlagen sind natürlich überall zu sehen: auf dem Dach des Carports, der so zur E-Tankstelle wird, auf den Dächern und Fassaden. Seine Firma EBITSCH Energietechnik plant und liefert mit 35 Mitarbeiter*innen Komplettsysteme aus einer Hand: Von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichersystemen und Zähleranlagen – und das für private und gewerbliche Kund*innen. Seit ihrem Bestehen konnte die Firma so weit über 3000 Solar-Projekte umsetzen. Wie am ersten Tag ist Horst Ebitsch überzeugt davon, dass der Solarenergie die Zukunft gehört – auch wenn er zwischendrin einige Rückschläge hinnehmen musste.
Politische Grundvoraussetzungen verbessern
Deshalb macht er auch gleich zu Beginn klar, wie entscheidend die Politik bestimmt, ob sauberer Strom die Energie der Zukunft wird. Ganz besonders geht es dabei darum, wie die Nutzung von „hausgemachtem“ Strom derzeit geregelt ist. Alle waren sich einig: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde inzwischen von einer erfolgreichen Starthilfe zu einem Hemmschuh gemacht. Das Problem: Die Pflicht, seinen selbst produzierten Strom ins Netz einzuspeisen und teurer zurückzukaufen. Horst Ebitsch beschreibt es so: „Das ist, wie wenn sie Tomaten im eigenen Garten anbauen und eine Strafe bekommen, wenn sie sie selber essen. Kunden kaufen sich mit ihrem eigenen Geld eine Anlage und wollen den Strom selber nutzen – doch wenn man den Strom für 9 Cent verkauft, muss man diesen für 30 Cent zurückkaufen.“ Dabei gebe es eigentlich keinen günstigeren Strom als den aus der Sonne.
Wie bei den anderen Stationen ihrer Tour wurde auch hier deutlich: Viele Bürgerinnen und Bürger, aber auch viele Firmen sind schon längst weiter als die Staatsregierung. Horst Ebitsch bekräftigt: „Die Widerstände sind inzwischen sehr gering.“ Die Kundinnen und Kunden schätzen ihren selbstgemachten, unerschöpflichen Sonnenstrom – und bestellen bei Ebitsch zusätzlich auch kobaltfreie Batterien, um ihren Strom zu speichern. „Viele Menschen wollen unabhängig sein und sich komplett selbst mit Strom versorgen. 9 von 10 Anlagen verkaufen wir mit Batterien,“ erzählt Horst Ebitsch. Während Solaranlagen inzwischen längst wirtschaftlich produziert werden können und nicht mehr von Subventionen abhängig sind, ist dieses Zeil bei der Batterieproduktion noch nicht ganz erreicht – umso wichtiger sind auch deshalb klare politischen Rahmenbedingungen, die den erneuerbaren Energien Vorfahrt einräumen.
Erneuerbare Enerigen sind die Zukunft
Eva Lettenbauer hat noch weitere Ideen, wie wir den Ausbau des Solarstroms vorantreiben können: „Wir brauchen ein Solarkataster in jedem Landkreis.“ So können Bürger*innen und Firmen schnell herausfinden, ob ihre Dächer sich für die Produktion von Sonnenstrom eignen. Auch bei Mehrfamilienhäusern in den Städten gebe es noch jede Menge Potenzial, das wegen rechtlicher Hemmnisse noch nicht ausgeschöpft werden kann: „Das aktuelle Mietstromgesetz ist ein absolutes Verhinderungsgesetz – da müssen wir auf Bundesebene ran,“ so Eva Lettenbauer.
Und Katharina Schulze ergänzt: „Es ist unsere Verantwortung, den nachfolgenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen. 100% Erneuerbare Energien sind dafür ein Muss. Hier in Zapfendorf wird gezeigt, dass das geht. Dieses Engagement ist wichtig, denn gerade in Bayern gibt es da noch so viel zu tun. Leider bremst die schwarz-orange Landesregierung die Energiewende aus. Wir bleiben bei unserer langjährigen Forderung: Das 10H-Windkraftverhinderungsgesetz muss endlich weg.“
Und wie schaut es eigentlich mit der Lebensdauer der Solaranlagen aus, sind sie auch diesbezüglich nachhaltig? Horst Ebitsch lacht: „Da habe ich keine Ahnung, ich mache das erst seit 30 Jahren.“
Fotos: Johannes Kaindl, GRÜNE Bayern
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