Durch den Klimawandel schmelzen Gletscher, werden Naturkatastrophen häufiger und verändert sich der Lebensraum von Mensch und Tier. Aber warum? Immerhin wird CO2 freigesetzt, seitdem Lebewesen atmen. Was hat sich verändert?
Mit der Industrialisierung veränderte sich vor allem unser Lebensstil so sehr, dass die Auswirkungen auf das Erdklima verheerend sind. Grund ist der hohe Ausstoß von Treibhausgasen: Kohlendioxid, Methan und Lachgas nehmen die Wärmeabstrahlung der Erde auf, sodass diese sich erhitzt.
Aber woher kommen diese Treibhausgase? Fest steht: Schuld ist der Mensch.
Hauptklimakiller: Kohlendioxid (CO2)
Kohlendioxid ist zunächst ein natürliches Gas in unserer Luft. Es entsteht sowohl durch die Atmung von Lebewesen, als auch durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Pflanzen verarbeiten das Kohlendioxid im Prozess der Photosynthese zu Sauerstoff. So bildet sich ein ausbalancierter Kreislauf, das CO2 gelangt nicht in die Atmosphäre. So stabilisieren Pflanzen das Klima auf der Erde.
Dieser Kreislauf gerät aus dem Gleichgewicht, wenn wir Wälder roden, um Acker- oder Weidefläche zu gewinnen, wenn Grün- in Ackerflächen umgewandelt werden, wenn wir Regenwälder abholzen. Kurz: Wenn Pflanzen zerstört werden. Je weniger Pflanzen es auf der Erde gibt, desto weniger CO2 kann umgewandelt werden. Im Übermaß wird CO2 gefährlich, denn unverarbeitet gelangt es in die Atmosphäre und wirkt dort als Klimagift.
Gefährliches Methan
Noch gefährlicher als CO2 ist Methan. Dieser Kohlenwasserstoff macht Wissenschaftlern zufolge inzwischen rund 20% der Gesamtmenge an Klimagasen aus, die durch menschliches Handeln auf der Erde freiwerden. Wenn Bakterien Pflanzenreste ohne Sauerstoff abbauen, entsteht Methan. Auf natürliche Weise wird Methan vorwiegend in Mooren und Sümpfen produziert. Aber auch unser Vieh produziert Methan. Eine Kuh entlässt durch ihre Verdauung etwa 100 kg des klimaschädlichen Gases jährlich in die Atmosphäre. Auch die bei der Massentierhaltung anfallende Gülle enthält das umweltschädliche Methan.
Ebenfalls werden beim Anbau von Reis, der Gewinnung und Verbrennung von Erdgas, dem Kohleabbau oder in Mülldeponien gewaltige Mengen Methan freigesetzt. Und auch der Meeresboden ist nicht methangasfrei. Dort sorgen Bakterien dafür, dass tote Tiere, abgestorbene Pflanzenteile und anderes organisches Material zersetzt werden. Ein Teil davon steigt auf und entweicht in die Atmosphäre. Der größte Teil aber wurde über Jahrtausende durch Druck und Kälte zu „Methanhydrat“, einem „feste Methan“ das sich im Meeresboden über die Jahrtausende ablagerte. Die Gefahr besteht darin, dass sich dieses feste Methan durch den Anstieg der Meerestemperaturen löst und als Methan in die Atmosphäre entweicht.
Man schätzt, dass die Treibhauswirkung von Methan 25-mal so hoch ist, wie die von CO2.
Lachgas: das Distickstoffmonoxid
Auch das so genannte Lachgas, das „Distickstoffmonoxid“ wird frei, wenn abgestorbene Pflanzen ohne Sauerstoff verfaulen. Ein großer Teil geht dabei auf die Landwirtschaft zurück: Künstlicher Stickstoffdünger löst sich im Boden auf und wird in Lachgas umgewandelt. Ähnliches geschieht bei der Düngung mit Gülle oder Mist. Durch Regen, übers Grundwasser oder durch Überschwemmungen werden deren Nitrate in Flüsse, Seen und Ozeane gespült.
Das Treibhausgas Lachgas ist sogar circa 300-mal so klimaschädlich wie CO2.
Lies hier, welche Folgen die Erdüberhitzung durch Treibhausgase hat.



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