Kommunalpolitik

„Mit vielen kleinen Schritten immer wieder etwas bewegen“

Luise Krispenz ist grüne Stadträtin im oberbayerischen Dachau und setzt sich gerade für ein neues Jugendzentrum ein. Wir haben sie gefragt, weshalb sie sich so gerne in der Kommunalpolitik engagiert. 

Stell dich und deine Gemeinde kurz vor!

In meiner Heimatstadt Dachau wohne ich bereits seit meiner Geburt – das heißt inzwischen seit 29 Jahren. Die Geschichte Dachaus ist vermutlich den meisten bekannt und verpflichtet natürlich auch in der Gegenwart. Darüber hinaus ist Dachau eine Stadt mit über 47.000 Einwohner*innen, die kaum Wünsche offen lässt. Hier findet man Einkaufsmöglichkeiten (nicht nur für den täglichen Bedarf), Vereinsleben, Freizeitangebote, ein weit über die Grenzen Dachaus bekanntes Kulturangebot, das malerische Dachauer Hinterland „vor der Haustür“ – all das macht Dachau zu dem Ort, an dem ich so gerne lebe.

Warum engagierst du dich für die Grünen in der Kommunalpolitik?

Seit 2008 bin ich eine von vier grünen Rät*innen im Dachauer Stadtrat. Für die Grünen hatte ich mich schnell entschieden: Ich war und bin der Überzeugung, dass ein solidarisches Miteinander und der Einsatz für unsere Umwelt und natürlichen Ressourcen die Grundvoraussetzung für politisches Handeln sein müssen – und dass dies nur bei den Grünen so konsequent möglich ist. Das kommunalpolitische Engagement war dann schon fast selbstverständlich. Schließlich lebe ich wahnsinnig gerne in meiner Stadt. Und es interessiert mich, was um mich herum geschieht. Die Kommunalpolitik ist für mich der Inbegriff des „Kehrens vor der eigenen Haustür“: Hier kann man so vieles bewegen, was dann unmittelbar Einfluss auf das eigene Leben hat.

Welches Projekt liegt dir in deiner Gemeinde besonders am Herzen?

Dachau meistert derzeit viele Aufgaben parallel, unter anderem – seit vielen Jahren – die Entwicklung einer riesigen Industriebrache zu einem neuen Stadtteil. Dort soll auch ein Jugendkulturzentrum mit Veranstaltungsräumen entstehen, was aus meiner Sicht eine tolle Bereicherung für die Jugendlichen hier und für die ganze Stadt wäre.

Wie bekommst du Beruf, Privatleben und Ehrenamt unter einen Hut?

Natürlich beansprucht das Ehrenamt viel Zeit; dazu kommt, dass einem die kommunalpolitischen Themen naturgemäß quasi überall begegnen. „Abschalten“ ist auch nicht meine größte Stärke. Aber zum einen sind die Aufgaben auch immer spannend und lehrreich – und zum anderen bin ich ja nicht alleine, sondern habe eine Fraktion und Kolleg*innen, mit denen ich mich austauschen und auch die Arbeit aufteilen kann.

Grüne Kommunalpolitik bedeutet für dich …

… mich für die ökologisch und sozial beste Zukunft meiner Stadt einzusetzen, gemeinsam mit anderen Ideen zu schmieden und für sie zu kämpfen, manchmal dicke Bretter zu bohren, aber mit vielen kleinen Schritten immer wieder etwas zu bewegen.

Vielen Dank für das Gespräch, liebe Luise!


Und was machst du 2020?

Hast du auch Lust auf Kommunalpolitik – weißt aber nicht, was dich erwartet? Dann schau mal auf unserer Themenseite vorbei, dort beantworten wir die wichtigsten Fragen. Dort findest du auch unser Video zur Kommunalpolitik, in dem Luise von einem weiteren Projekt erzählt, das sie im Dachauer Stadtrat mit begleitet hat:

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