Intersektionalität, Antifeminismus, Selbstbestimmung

Intersektionalität

Grüner Feminismus ist intersektional. Doch was heißt das eigentlich genau? Intersektionalität kommt von „Intersection”. Das bedeutet im Amerikanischen „Straßenkreuzung”. Diskriminierungen haben häufig unterschiedliche Gründe und Quellen und überlagern sich gegenseitig. Anders gesagt, in der Lebenswirklichkeit vieler Menschen “kreuzen” oder verknoten sich soziale Kategorien wie Gender, Rasse oder Klasse.  Kimberlé Crenshaw: „Nehmen wir als Beispiel eine Straßenkreuzung, an der der Verkehr aus allen vier Richtungen kommt. Wie dieser Verkehr kann auch Diskriminierung in mehreren Richtungen verlaufen. Wenn es an einer Kreuzung zu einem Unfall kommt, kann dieser von Verkehr aus jeder Richtung verursacht worden sein – manchmal gar von Verkehr aus allen Richtungen gleichzeitig. Ähnliches gilt für eine Schwarze Frau, die an einer „Kreuzung“ verletzt wird; die Ursache könnte sowohl sexistische als auch rassistische Diskriminierung sein.“  Das mulitmediale Dossier des Gunda-Werner-Instituts erklärt und zeigt Hintergründe auf.

Zum Dossier

Antifeminismus institutionalisiert

Männer und Frauen, die antifeministische Positionen vertreten, melden sich seit Mitte der 2000er-Jahre lautstark in der Öffentlichkeit zu Wort. Sie halten die Gleichstellung von Frauen und Männern für längst erreicht und ignorieren andere Geschlechtsidentitäten und Lebensweisen völlig. Ihre wiederholte Klage: Männer seien heute die Benachteiligten. Gerade in den sozialen Medien breitet sich eine tiefsitzende Frauenfeindlichkeit aus und schafft eine toxische Atmosphäre. Mit dem Erstarken der Partei AfD haben antifeministische, maskulistische und männerrechtlerische Positionen zudem im Bundestag ein wirksames Sprachrohr bekommen. Die Handreichung Antifeminismus auf dem Weg durch die Institutionen bietet gleichstellungspolitisch Aktiven dazu zahlreiche Informationen sowie Kriterien und Leitfragen, mit denen antifeministische Gruppierungen besser eingeordnet und einschätzt werden können.

Zur Handreichung

Selbstbestimmung

Anlässlich der Trans Awareness Week interviewte Soph Benja Petzelberger für das Gunda-Werner-Institut Tessa Ganserer, Grünen-Politikerin und eine der ersten offen als trans geouteten Frauen im Bundestag. Dabei ging es um Fragen wie: Warum und wie werden die Grundrechte von trans und nicht-binären Menschen in Deutschland beschnitten? Welche Aussichten gibt es in der kommenden Legislaturperiode auf die Verbesserung der rechtlichen Situation von trans Personen, besonders bezüglich des schon mehrfach für verfassungswidrig erklärten Transsexuellengesetzes? Welche anderen politischen Themen sind Tessa neben Queerpolitik eigentlich wichtig?


Feministische Termine:

n. Vereinb. | Feminismus – ja bitte! Helga Stieglmeier tourt durch Bayern | Auf Anfrage in deinem OV/KV

n. Vereinb. | Feministisch regieren: Gut für alle! Veranstaltung mit Helga Stieglmeier | Auf Anfrage in deinem KV/OV

05.02. | Treffen der LAG Queer.Grün.Bayern | 15 Uhr, online

08.02. | Von Träumen und vom Handeln | Berlin

09.02. | AK Feminismus: Geschlechtergerechte Digitalisierung | 19 Uhr, online

10.02. | Selbstbestimmte Elternschaft: Reproduktive Gerechtigkeit als feministische Forderung | 19 Uhr, online

17.02. | Franziska Schutzbach: Die Erschöpfung der Frauen | 19 Uhr, online

11.03. | Anne-Klein-Frauenpreis 2022 an Yosra Frawes | Berlin

14.03. | Rosas Hochzeit | 19 Uhr, München

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