Eine Woche nach den gewonnenen Wahlen trafen sich die bayerischen Grünen in Regensburg zu ihrer Wahlnachlese. Über 300 Delegierte diskutierten über den Ausgang der Landtagswahlen und sprachen über die Rolle der bayerischen Grünen in den kommenden fünf Jahren.
Ein großer Dank galt allen Wahlkämpfer*innen an der Basis, die in den letzten Wochen und Monaten unermüdlich auf den Straßen und an den Haustüren im Einsatz waren. Unter großem Jubel wurden die vielen neuen Abgeordneten von Landtag und den Bezirkstagen begrüßt: So viel Grün gab es noch nie in den bayerischen Parlamenten!
Das Spitzenduo Katharina Schulze und Ludwig Hartmann, die Landesvorsitzenden Sigi Hagl und Eike Hallitzky, die Bundestagsabgeordneten Claudia Roth und Toni Hofreiter, die Grüne-Jugend-Vorsitzenden Saskia Weishaupt und Sebastian Hansen, sowie zahlreiche Delegierte aus ganz Bayern machten in ihren Reden klar, dass die bayerischen Wählerinnen und Wähler der zweitstärksten Kraft im Land einen klaren Auftrag gegeben haben: Wir brauchen einen Wandel und kein „Weiter so“.
Für Landesvorsitzende Sigi Hagl ist durch die Wahlen etwas in Bewegung gekommen: „Alleine dieses Wahlergebnis und dieser Wahlkampf des Aufbruchs hat Bayern schon verändert.“ Landesvorsitzender Eike Hallitzky freute sich besonders über die hohe Anzahl von jungen Gesichtern im Landtag und die gleichzeitigen großen Zuwächse bei Wählerinnen und Wählern über 70 Jahren: „Wir sind die Partei des gesellschaftlichen Zusammenhalts“.
Ludwig Hartmann sieht in der Stärke der bayerischen Grünen einen zentralen Wähler*innenauftrag: „Aus Stärke wächst Verantwortung. Verantwortung dafür, heute weiter mit Mut und Zuversicht daran zu arbeiten, dass es ein gutes Morgen gibt.“ Für Katharina Schulze ist klar: „Politik muss endlich wieder mutig genug sein, um Rahmenbedingungen zu ändern, für die Klimawende, für die Agrarwende. Das machen wir nicht nur für uns, sondern vor allem für die nachfolgenden Generationen.“ Schulze und Hartmann sehen es als große Aufgabe für die Landtagsfraktion wie auch für den Landesverband, in den nächsten Jahren grüne Politik besonders auf dem Land zu stärken. Die Verdoppelung der Ergebnisse vielerorts stimmt zuversichtlich, dass eine flächendeckende Verwurzelung verstärkt werden kann.
Für die Europawahlen im kommenden Frühjahr wurden zwei Bayernvoten für die grüne Europaliste an Henrike Hahn und Reinhard von Wittken vergeben. Für Henrike Hahn ist „jede Stimme für Grün eine Stimme gegen rechts in Europa.“ Die Beisitzerin im Landesvorstand plädierte für ein Europa zum Anfassen: „Europa muss zu den Menschen hin, damit die Menschen Europa auch wollen.“ Reinhard von Wittken hob in seiner Bewerbungsrede die Bedeutung eines grenzenlosen Europas hervor: „Wenn wir es ernst meinen mit dem Friedensprojekt Europa, dann können wir auch die bayerischen Grenzkontrollen nicht so hinnehmen. Wir brauchen ein Europa, das sich nicht hinter Mauern versteckt.“ Die grüne Europaliste wird beim Bundesparteitag im November in Leipzig aufgestellt.



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