Frauen in den Parlamenten, #RBG und Feminismus in der Corona-Krise

Frauen in den Parlamenten

Der Anteil der weiblichen Abgeordneten im Deutschen Bundestag liegt aktuell bei nur 30,9 Prozent. Damit ist klar, dass die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an der politischen Macht kein Selbstläufer ist. Demokratie muss historisch gewachsene Ausschlussmechanismen erkennen und die im Grundgesetz verbürgte Gleichberechtigung der Geschlechter in den demokratischen Auftrag einbeziehen. Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe weiblicher Abgeordneter entwickelte einen Antrag, der die Einsetzung einer Kommission fordert, die Vorschläge für gesetzliche Regelungen sowie weitere Maßnahmen erarbeiten soll, wie Frauen und Männer gleichberechtigt im Deutschen Bundestag vertreten sein können.

Hier geht’s zum Antrag

Und auch der Blick an die kommunale Basis zeigt, dass nach den Kommunalwahlen in Bayern im vergangenen März in den kommunalen Gremien zu wenig Frauen sitzen. Im Gemeinderat sind im Durchschnitt 22 Prozent Frauen vertreten, im Kreisrat 28 Prozent und im Stadtrat 34 Prozent. Die Grünen im Landtag wollen das ändern und sehen als Schlüssel bessere Rahmenbedingungen für Frauen wie die bessere Vereinbarkeit von Ehrenamt und Familie und ein konsequenteres Vorgehen gegen Hass und Drohungen, denen viele Frauen, die sich politisch engagieren, ausgesetzt sind.

Hier geht’s zu den Zahlen aus Bayern

Zum Tod von Ruth Bader Ginsburg

Der Tod von Ruth Bader Ginsburg,  der mit 27 Amtsjahren dienstältesten Richterin am Obersten Gerichtshof der USA, einer linksliberalen Ikone und der wichtigsten juristischen Wegbereiterin der amerikanischen Frauenrechts- und Gleichstellungsbewegung seit den 1970er Jahren, bringt neue Unwägbarkeiten, aber auch neue progressive Energie und Motivation in einem erbittert geführten Wahlkampf.

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Feminismus in der Corona-Krise

Der Aufruf zu einem globalen Feminismus zeigt sich während der Corona-Krise deutlich: (Geschlechter-)Ungleichheiten werden sichtbarer, marginalisierte Gruppen haben es oft noch schwerer als vorher und Hilfssysteme brechen vor Überlastung zusammen. In diesem Dossier stellt das Gunda-Werner-Institut deutsche und englische Artikel vor, ergänzt durch kleine Newsticker und externe Informationen rund um das Thema.

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Feministische Termine:

ab sofort | Feminismus – ja bitte! Helga Stieglmeier tourt durch Bayern | Auf Anfrage auch in deinem OV/KV

10.10. | Frauenforum | online

13.10. | Frauenkonferenz: Alltag Diskriminierung! Diskriminierung alltäglich? | online

14.10. | Ein Wir für alle. Antidiskriminierung intersektional | online-Reihe

16.10. | Ich bin wie ein weites Land | München

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