Alpen

Bayerisch-Südtiroler Grünen-Gipfel fordert Alpentransitbörse

Die bayerischen und Südtiroler GRÜNEN fordern eine Alpentransitbörse im gesamten Alpenraum. Das machten sie beim heutigen Treffen in München klar.

„Wir wollen die Schönheit und den ökologischen Wert unserer Alpen erhalten. Deshalb setzen wir uns in Südtirol und Bayern für die Einführung einer Alpentransitbörse als Steuerungsinstrument des alpenquerenden Güterverkehrs ein. Es führt zu einer Verteuerung der Straßentransporte und damit zu einer Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. So kann das gesamte Verkehrsaufkommen begrenzt werden,“ so Eike Hallitzky, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Bayern.

„Vor allem Inntal und Eisacktal als Zulaufstrecken für den Alpenübergang der Brennerautobahn ächzen unter dem stetig steigenden Verkehrsaufkommen. Menschen und Natur leiden unter Lärmbelastung und Luftverschmutzung. Der Güterverkehr hat daran einen signifikanten Anteil. Bisher ist die Straße der beliebtere, weil kostengünstigere Transportweg. Um eine Verlagerung der Gütertransporte von der Straße auf die Schiene zu erwirken, reicht es nicht aus, allein die Schieneninfrastruktur auszubauen. Deswegen brauchen wir dringend die Alpentransitbörse,“ so Brigitte Foppa, Landesvorsitzende der Grünen Südtirol und Mitglied des Südtiroler Landtags.

Ebenso standen die europäischen Grundwerte Reisefreiheit mit offenen Grenzen, Solidarität und Menschlichkeit im Mittelpunkt der Gespräche der bayerischen und Südtiroler GRÜNEN.

„Seit über 70 Jahren ist Europa Garant für Frieden und Freiheit. Die Europawahl im Mai ist eine entscheidende Richtungswahl. Es liegt an uns, ob die Kräfte des geeinten Europas gewinnen oder die europäische Gesellschaft in Nationalismus, Rechtspopulismus und autoritäre Politik zurückfällt. Die Salvinis und Orbans polarisieren, sie setzen auf Angst, statt auf Mut. Wir wollen die EU erneuern und gestalten – in Bayern, Südtirol und ganz Europa,“ so Sigi Hagl, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Bayern.

„Die rechtspopulistische Politik von Matteo Salvini rüttelt an Europas Grundwerten. Wir stehen für Menschenrechte und für Solidarität ein – denn Europa gründet sich auf den Werten der Humanität. Es ist unsere humanitäre Pflicht, Geflüchteten Schutz zu bieten und sie aufzunehmen,“ so Hanspeter Staffler, Mitglied des Südtiroler Landtags.

Einig sind sich die Grünen Bayerns und Südtirols in ihrem Bekenntnis zu einem Europa ohne Schlagbäume. „Die CSU will zum wiederholten Mal Grenzkontrollen an Bayerns Grenzen verlängern lassen. Das ist eine Schikane für die Pendler und bringt Schaden für die Wirtschaft. Vor allem aber schädigen Schlagbäume mitten in Europa unsere Idee des gemeinsamen europäischen Hauses und geben nationalistischen Kräften Auftrieb. Die Grünen sind hier klar: Weg mit den Binnengrenzkontrollen. Grüne wollen ein nachhaltiges gerechtes und weltoffenes Europa,“ so Eike Hallitzky.

v.l. Eike Hallitzky, Sigi Hagl, Brigitte Foppa, Hanspeter Staffler

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