Den Familien fehlen Krippenplätze, nicht die "mentale Balance"
Zu Äußerungen der bayerischen Familienministerin Christine Haderthauer, das von der CSU angestrebte Betreuungsgeld diene der "mentalen Balance" erklärt die Landesvorsitzende Theresa Schopper:
"Frau Haderthauers Sorge um die mentale Balance der Familien ist nichts anderes als ein Versuch, die ewiggestrige Familienpolitik der CSU zu rechtfertigen. Die meisten Eltern wissen schon selbst, ob sie ihre Kinder in eine Krippe geben wollen oder nicht. Der Versuch der CSU, über ein unsinniges Instrument wie das Betreuungsgeld den Eltern bei der Entscheidung eine Art Nachhilfe anzubieten, zeigt nur, wie weit sich die Partei und ihre Familienministerin von der gesellschaftlichen Wirklichkeit entfernt haben. Wir haben nicht zu viele Plätze für die Betreuung der Kleinsten, sondern viel zu wenig. Dafür trägt die CSU die Verantwortung, weil sie sich über Jahrzehnte gegen den Ausbau der Krippen sperrte. Doch statt aus ihren Fehlern zu lernen, will sie jetzt neue machen. Was fehlt, ist nicht die mentale Balance der Familien, sondern der politische Gleichgewichtssinn von Frau Haderthauer."












