13.04.2010

Energiepolitik: Der CSU sind die Sicherungen durchgebrannt

Zu Berichten über das Energiekonzept der CSU (Süddeutsche Zeitung und Münchner Merkur von heute) erklärt der Landesvorsitzende Dieter Janecek:<i></i><br /> <br /> "Die Pläne der CSU sind etwa so modern wie eine Dampfmaschine. Anscheinend sind da einige Sicherungen durchgebrannt. Wer Atomkraftwerke über das Jahr 2040 hinaus laufen lassen will, spielt mit der Sicherheit und Leben der Bürgerinnen und Bürger. Außerdem behindert die Atomkraft den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Doch genau das nimmt die CSU billigend in Kauf.

Wenn in dem Konzept für das Jahr 2030 ein Anteil der regenerativen Energien beim Stromverbrauch von 40 Prozent angestrebt wird, bleibt das weit hinter der Realität zurück. Nach Ansicht des Bundesverbandes Erneuerbarer Energien wird dieser Wert bereits zehn Jahre früher deutlich überschritten. Das zeigt, dass es der CSU nicht um die Förderung von Strom aus Sonne, Wind oder Geothermie geht, sondern um Artenschutz für die Atomkraftwerke und die hinter ihr stehenden Konzerne.

Rund eine Million Euro Gewinn liefert ein abgeschriebenes Atomkraftwerk jeden Tag, wenn es nicht gerade wegen einer Panne still steht. Diesen Gewinn wollen sich Eon und Co natürlich nicht entgehen lassen. In der CSU haben sie einen verlässlichen Verbündeten. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger will eine solche Politik nicht. Davon können sich die CSU und ihre Freunde in den Vorstandsetagen der großen Stromkonzerne am 24. April überzeugen, wenn Zehntausende gegen längere Laufzeiten der Atomkraftwerke auf die Straße gehen."