21.01.2010

Olympia 2018: Nur geringe Zustimmung in Garmisch/ Grüne: die Fakten müssen endlich auf den Tisch

 

Eine aktuelle Studie der Fachhochschule  München hat unter Federführung des Tourismus-Experten Prof. Thomas Bausch die Zustimmung und den Informationsstand der Bevölkerung für die Olympia-Bewerbung im vorgesehenen Austragungsort Garmisch-Partenkirchen ermittelt. Der grüne Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann kommentiert: "Von einer einhelligen Zustimmung und Begeisterung für die Olympia-Bewerbung, wie sie von der Bewerbergesellschaft unterstellt wird, kann in Garmisch keine Rede sein. Laut der Umfrage von Prof. Bausch unterstützt gerade einmal die knappe Hälfte der Garmischer die Bewerbung. Hauptkritikpunkte sind eine schlechte Informationspolitik, die Angst vor einem Schuldenberg sowie Befürchtungen vor Verkehrschaos und Naturzerstörung."

Dieter Janecek, Landesvorsitzender der bayerischen Grünen, erklärt: "Die Menschen in Garmisch haben sich durch die Jubel-Propaganda von DOSB und Bewerbergesellschaft nicht beeindrucken lassen. Wir fordern die Bewerbergesellschaft deshalb auf, endlich Fakten auf den Tisch zu legen und konsequent für Aufklärung zu sorgen. Das angeblich ambitionierte Umweltkonzept beinhaltet kaum mehr als wolkige Absichtserklärungen. Auch gut ein Jahr vor der Entscheidung liegen keinerlei belastbare Zahlen zu den finanziellen Lasten und Risiken vor und dies vor dem Hintergrund, dass in Vancouver bis dato die für die Bewerbung  anvisierten Kosten um das Vierfache gestiegen sind. Selbst der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude bezeichnet die Knebelverträge des IOC als Zumutung für die austragenden Orte. Das Szenario einer ausgebluteten Kommune Garmisch, die in eine Art Alpen-Disneyland umgewandelt werden soll, scheint für viele Menschen in der Region wenig attraktiv. Es ist höchste Zeit für eine realistische Bestandsaufnahme ."